Wieso das Frühstücksei so gesund ist

Für viele von uns gehört zum Frühstück am Wochenende ein Frühstücksei dazu. Dabei muss das Ei zum Frühstück jedoch nicht auf den Sonntagmorgen beschränkt sein. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, was das Ei zum gesunden und wertvollen Nahrungsmittel macht, welches auf keinem Speiseplan fehlen sollte. Die Entscheidung, ob Sie das Ei zum Frühstück lieber weich oder hart gekocht in ihrem Eierbecher serviert bekommen, überlassen wir dabei Ihnen.

Wissenswertes über Eier

Eier sind eine natürliche Quelle für hochwertiges Eiweiß und eine Reihe anderer Nährstoffe. Dazu liefert ein großes Ei 70 Kalorien. Kostengünstig und vielseitig kann die einzigartige Nährstoffzusammensetzung der Eier dazu beitragen, eine Vielzahl von Nährstoffbedürfnissen von Kindern bis hin ins hohe Alter zu befriedigen.

Zudem können Eier eine wichtige Rolle bei der Gewichtskontrolle, Muskelkraft, gesunder Schwangerschaft, Gehirnfunktion sowie der Gesundheit der Augen spielen.

Werfen Sie einen Blick auf einige Fakten zur Ei-Ernährung.

  • PROTEIN
    Wenn Sie Ihren Wochentag mit Müsli oder Toast statt mit Eiern beginnen, gibt es jetzt einen Weckruf: Wussten Sie, dass jedes Ei 6 Gramm hochwertiges Eiweiß enthält? Und wussten Sie, dass ein proteinreiches Frühstück die mentale und physische Energie den ganzen Tag über aufrechterhalten kann? Das sind gute Nachrichten. Nicht nur für diejenigen, die aktiv an ihrem Körper arbeiten.
  • CHOLINE
    Eier sind reich an Cholin. Cholin fördert die normale Zellaktivität, die Leberfunktion und den Transport von Nährstoffen durch den Körper. Cholin ist daher vergleichbar mit einem körpereigenen Pendlerzug für Vitamine und Mineralien.
  • KEINE KOHLENHYDRATE & ZUCKER
    Eier enthalten keine Kohlenhydrate und keinen Zucker. Das bedeutet, dass Sie auch unter der Woche ein abgerundetes Frühstück genießen können, ohne sich dabei selbst zu verwöhnen.
  • AMINOSÄUREN
    Eier enthalten alle neun essenziellen Aminosäuren. Scheint eine Menge zu sein, aber denken Sie daran – sie sind essenziell.
  • ALLES DRIN
    Anders als die meisten im Handel angebotenen Frühstücksmüslis und Joghurtsorten kommen Eier nicht mit einer komplizierten Zutatenliste. Sie enthalten nur eine Zutat. Das nennt man „Eier“. Und bei 15 Cents pro Ei sind sie die billigste Quelle für hochwertiges Eiweiß. Sie haben richtig gelesen, 15 Cents.
  • GLUTENALLERGIE? KEIN PROBLEM
    Vergessen wir nicht, dass Eier von Natur aus glutenfrei sind. Das war schon immer so und wird es auch immer sein. Und das ist großartig für Allergiker, denn es gibt nicht gerade viele glutenfreie Frühstücksoptionen.
  • UNGLAUBLICH, NICHT WAHR?
    Die meisten Müslis und Joghurts haben nicht den Nährstoffgehalt, den Eier bieten.

Auch aus medizinischer Sicht sind Eier nicht nur gut verträglich, sondern zugleich förderlich für Gesundheit und ein hohes Alter. Mehr als 40 Jahre Forschung haben gezeigt, dass gesunde Erwachsene Eier genießen können, ohne das Risiko einer Herzerkrankung signifikant zu verändern. Die essenziellen Nährstoffe im Ei können eine gesunde Schwangerschaft, das Wachstum und die Entwicklung von Kindern sowie Muskelmasse und -funktion bei Erwachsenen unterstützen. Eier zählen zu den gesunden Ernährungsgewohnheiten, die von Gesundheitsorganisationen empfohlen werden. Dabei ist das hochwertige Eiweiß in einem Ei für den Aufbau und die Aufrechterhaltung der fettfreien Körpermasse unerlässlich. Zugleich können der Hunger reduziert und die Gewichtserhaltung sowie -abnahme erleichtert werden.

Die Geschichte des Frühstückeies

Eier im Altertum

Die Geschichte Ostindiens zeigt, dass Wildgeflügel bereits 3200 vor Christus domestiziert wurden. Ägyptische und chinesische Aufzeichnungen zeigen, dass Vögel 1400 vor Christus Eier für den Menschen legten. In Europa werden Hühner seit 600 vor Christus domestiziert. Es existieren Hinweise auf einheimisches Geflügel in Nord- und Südamerika vor der Ankunft von Columbus. Jedoch vermuten Wissenschaftler, dass er auf seiner zweiten Reise die ersten Hühner mit sich führte, die als Urahnen der heutigen Hühner in der Eierproduktion gelten.

Weltweit gibt es heute fast 200 verschiedene Hühnerrassen und -sorten.

Die frühen 1900er Jahre

Eierfarmen waren zu dieser Zeit meist Bauernhöfe, welche die Familien mit Eiern versorgten. Was über den Eigenbedarf hinaus ging, wurde auf den lokalen Bauernmärkten verkauft. Als der Verkauf von Eiern rentabel wurde, begannen einige Betriebe mit dem Aufbau von Herden von etwa 400 Hühnern. Die Hühner wahren freilaufend und hatten einen Stall zum Schlafen.

In den 1920er Jahren

Das Leben der Hühner im Freien brachte einige Probleme mit sich, vor allem mit Wetter und Raubtieren. Auch Krankheiten waren ein Problem. Hier half die selektive Züchtung, gesunde Herden zu züchten. Brutanstalten wählten die stärksten und gesündesten Vögel aus und achteten darauf günstige genetische Faktoren wie Krankheitsresistenz zu vererben. Erstmals wurden in der Hühnerzucht spezielle Medikamente entwickelt, um Parasiten wie Beinmilben, zu bekämpfen.

Während diese Fortschritte halfen, legten die Hühner nur etwa 150 Eier pro Jahr und hatten eine Sterblichkeitsrate von etwa 40 %.

In den 1930er Jahren

Die Forschung über die Verlegung von Hennen in den Stall zeigte viele Vorteile. Teure, spezialisierte Hühnerställe führten zu viel gesünderen Vögeln. Die Hühner waren nicht länger den Raubtieren und den Elementen ausgesetzt. Die Unterbringung in Innenräumen trug auch dazu bei, Parasitenbefall zu verhindern und die Ausbreitung von Krankheiten von außen, einschließlich Nagetieren und sogar Menschen, zu reduzieren. Bessere Fütterungspraktiken verbesserten die Gesundheit der Hühner und die Produktivität der Legehennen.

Mit diesen Maßnahmen konnte die Hühnersterblichkeit auf 18 % pro Jahr reduziert werden. Viele Probleme blieben jedoch bestehen, einschließlich der Abwasserentsorgung, der Abfallkontrolle und der Hackordnung.

In den 1940er Jahren

In den späten 1940er Jahren hatten einige Geflügelforscher gute Ergebnisse mit einem erhöhten Drahtbodengehäuse für Hühner. Das getrennte Drahtgehäuse wurde schnell von vielen Bauernhöfen übernommen. Die Hygiene wurde verbessert, da weder Hühner noch Eier mit Abfall in Berührung kamen und die Abfallentsorgung einfacher war. Die Fütterung wurde einheitlicher, da die ängstlicheren Hühner so viel essen und trinken konnten, wie sie benötigten.

Die Forschung an Käfigen hat sich bewährt. Ein gesundes Huhn legt viele Eier. Die Hühner produzierten jeweils etwa 250 Eier pro Jahr und die Sterblichkeit sank auf 5 %. Auf dieser Grundlage bauten mehr Höfe neue Anlagen mit der Käfighaltung in der Unterbringung.

In den 1950er Jahren

Die Käfighaltung bot sich auch für eine verstärkte Automatisierung an, die notwendig war, um die erhöhte Eierproduktion der Hühner zu bewältigen. Im Hühnerstall wurden Förderbänder angebracht, um die Eier sofort nach dem Legen einzusammeln und zu den Reinigungsanlagen zu befördern.

In den 1960er Jahren

In den frühen 1960er Jahren führten verbesserte Technologien und die Entwicklung komplexer mechanischer Ausrüstungen zu einer Verlagerung zu größeren, auf die Eiproduktion spezialisierten, Betrieben.

Die Verbesserung der Gesundheit der Hühner durch mehr Schutz und bessere Fütterungseinrichtungen führte wiederum zu mehr Eiern, was eine weitere Automatisierung des Umgangs mit den Eiern zur Folge hatte. Mit zunehmender Automatisierung konnten die Arbeitskosten gesenkt und die Kosten für den Verbraucher gesenkt werden. Neben einer deutlich verbesserten Gesundheit der Hühner hat die gleichwertige Fütterung auch die Nährstoffqualität der Eier konstanter gemacht.

Die moderne Eierproduktion von heute

Jeder der rund 48 Millionen Legehennen in Deutschland produziert knapp 300 Eier pro Jahr. Insgesamt produzieren die USA etwa 75 Milliarden Eier pro Jahr, das sind etwa 2 % des weltweiten Angebots. Etwa 60 % der produzierten Eier werden von den Verbrauchern verwendet, etwa 9 % von der Gastronomie. Der Rest wird zu Eiprodukten verarbeitet, die vor allem von Restaurants und Lebensmittelherstellern zur Herstellung von Lebensmitteln wie Mayonnaise und Kuchenmischungen verwendet werden.

Die Nummerierung der Eier

Vielleicht haben Sie sich bereits gefragt, was die Nummern auf Eiern zu bedeuten haben. In nachfolgender Grafik sehen Sie die Bedeutung der Nummern auf dem Ei.

Infografik: Das bedeutet die Zahl auf dem Ei

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